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Walter Bäck - Aphorismen

 

Es gibt nur deshalb eine Demokratie, weil jeder Diktator sein Will.

Ich lobe mir die großen Denker und Erfinder. Wäre es nicht bereits angezeigt, den Schnupfen heilen zu lernen?

Es verlangt Großzügigkeit, die Meinung eines anderen ebenfalls anzuerkennen: es gehört Mut dazu, seine eigene Meinung preiszugeben!

Warum gilt es im Felde, Freund zu sein? Man reicht eben lieber dem lebendigen Menschen als dem Tod die Hand! – Ein eisernes Muss! Die Freundschaft vergeht, wenn der Krieg zu Ende ist.

Die meisten studieren, um studiert zu haben und nicht, um studiert zu sein.

Wir nennen von unseren Berühmtheiten keine Titel, wir nennen auch manchmal nicht die Adelsprädikate. Uns sagt ein schlichter Name viel mehr – wie: „Goethe“.

Von nun an soll mich das Schicksal führen! Auf Irrwege leitet es mich nicht: die sind nämlich schon verstellt, und der sie verstellt hat, ist mein Wille.

Was nützt uns ein guter Vorsatz bei einer schlechten Umgebung!

Welch dummer Mensch, der nie nach Sternen griff!

Jesus Christus ist eine Gestalt der Weltgeschichte. Wir müssen nicht an ihn glauben, aber wir müssen ihn anerkennen.

Die Einsamkeit ist das beste Mittel, sich näher kennen zu lernen.

Wenn Europa einmal wieder geordneter und besser aussieht, wird sich Zeus seine Geliebte wieder holen.

Wie kummervoll die Leute die Sintflut der Bibel betrachten – als hätte es seither keine Katastrophe mehr gegeben.

Jemand, der tausend Gutes tut und ein Schlechtes, wird ebenso verurteilt als jemand, der nur Schlechtes tut.

Lyrik ist ewige Pubertät!

Der Geist nährt sich vom Körper.

Wenn man einen Blödsinn betreibt, um kurzweilig auszuspannen, dann ist Blödsinn Verstand.

Wenn Träume wahr werden, sind sie nicht mehr so schön.

Was ist Kunst wirklich? –
Kunst ist der Ausdruck einer tiefen Seele. Das mag genug sein.

Wenn ein Mensch sagt: „Das ist so….“, dann meint er wohl: Ich versteh es nicht anders.

Glück ist nicht etwas, was man hat;
Glück ist etwas, was man sich einredet.

Früge Gott ein Nichts, ob es zur Welt kommen möchte,
würde jedes Nichts „Ja“ sagen,
denn jedes Nichts möchte wenigstens ein Etwas sein.